De onderhoudsarme tuin

Der pflegeleichte Garten – so geht’s

Immer häufiger rufen Menschen, dass sie einen pflegeleichten Garten wünschen. Dies liegt an Zeitmangel oder fehlendem Interesse am Garten. Trotzdem möchten die Menschen den Garten genießen können. Sie sprechen dann lachend von „grauem Gras“, also der vollständigen Pflasterung des Gartens. Aber ist das wirklich so praktisch? Auf keinen Fall! In diesem Blog zeigen wir, wie Sie Ihren Garten grün gestalten können, ohne viel Pflegeaufwand. Auch ideal für ältere Menschen!

Robuste Pflanzen im Beet mit Lava-Splitt oder Rindenmulch

Legen Sie ein Beet mit Ziergräsern, Stauden und/oder Sträuchern an, die gut in einem Beet mit Lava-Splitt Steinchen oder französischem Rindenmulch gedeihen (muss alle 2-3 Jahre aufgefüllt werden). Lava-Splitt wirkt nicht nur unkrauthemmend, sondern speichert auch Feuchtigkeit und gibt diese langsam an den Boden ab. Praktisch für etwas feuchtere Beete. Bei der Bepflanzung gibt es unzählige Möglichkeiten. Ziergräser sind pflegeleicht, aber auch schöne Blüher wie Astern, Anemonen, Sonnenhut und Taglilien gedeihen in solchen Beeten gut. Im Schatten können Sie auch an Farne, Immergrün und einen Japanischen Ahorn denken. Unten auf dieser Seite finden Sie eine ganze Liste mit pflegeleichten Gartenpflanzen.

Haben Sie Angst vor rutschigen Fliesen? Das liegt an Algen. Legen Sie Wege und Terrassen aus Muscheln, Holzhackschnitzeln oder französischem Rindenmulch an, hier haben Algen keine Chance und sie sind zudem wasserdurchlässig.

Blumenpflückgarten

Finden Sie das oben Genannte alles etwas zu heftig? Das verstehen wir. Dann streuen Sie eine Blumenmischung für einen Blumengarten aus. So haben Sie Ihren eigenen Pflückgarten für Blumen. Ein Blumengarten ist viel weniger Arbeit als ein Rasen. Das Mähen und Rechen der Blumen am Ende des Sommers wird empfohlen, ist aber kein Muss. Die meisten Blumen kommen von selbst wieder. Düngen sollten Sie gerade nicht, die meisten Wiesenpflanzen mögen einen nährstoffarmen Boden. 

Pflegeleichter Garten

Wie geht das? Überlegen Sie zunächst, welche Aufgabe Ihnen am lästigsten ist. Ist es zum Beispiel Unkrautjäten zwischen den Fliesen? Eine praktische und umweltfreundliche Lösung ist ein Fliesenfugenkratzer (erhältlich bei unseren Freunden von Wovar). Mit diesem Werkzeug müssen Sie sich nicht mehr bücken, um Unkraut zwischen Ihren Fliesen zu entfernen.

Trittplatten mit Grün

Eine drastischere Lösung ist, das Grün zwischen den Fliesen fortan willkommen zu heißen. Wie wäre es mit einem Weg aus Steinen (Trittplatten), zwischen denen mehr Platz ist und Kriech-Thymian (Thymus) oder Sternmoos (Sagina) angebracht wurde? Das sorgt für einen schönen grünen Weg, auf dem man auch im Winter gut laufen kann. Durch diesen Bodendecker hat anderes Unkraut keine Chance. Win-Win! Und wenn Sie über den Weg aus Trittplatten laufen, riecht es herrlich würzig.

Neben Unkraut rund um Ihre Fliesen kann auch Unkraut in Ihrem Beet entstehen. Dies können Sie einschränken, indem Sie dafür sorgen, dass Unkraut keine Chance bekommt. Mit einem Bodendecker wie Immergrün 'Vinca' oder Teppich-Schleierkraut 'Gypsophila' bekommt Unkraut kein Licht. Währenddessen genießen Sie die wunderschönen Blüten. Sie können auch durch Rindenmulch die Wachstumschancen des Unkrauts begrenzen. Dies ist ideal für Stellen, an denen Sie keinen Bodendecker oder andere Pflanzen unterbringen können.

Pflegeleichter Garten

Scheuen Sie sich vor dem Beschneiden? Dann wählen Sie keinen schnell wachsenden Efeu wie, sondern beispielsweise langsam wachsende Sorten. Das Beschneiden lässt sich nicht ganz vermeiden, aber Sie müssen dann nur einmal im Jahr tätig werden.

Bodendecker vs. Gras

Ist es nicht so sehr, dass Sie sich vor einer bestimmten Aufgabe scheuen, sondern dass Sie Ihren Rasen nicht jede Woche mähen können oder wollen? Logisch! Ersetzen Sie Ihren Rasen dann durch immergrüne Bodendecker. Denken Sie an wintergrünes Immergrün, Purpurglöckchen in Grün, Orange oder Dunkelviolett, Steingartenpflanzen wie Sternmoos (nicht zu nass stellen) oder Kriech-Thymian (schön zwischen Fliesen). Weitere Optionen sind Kupferknöpfchen, Garten-Geranien oder Schatten-Dickblatt.

Pachysandra terminalis 'Green Carpet' unter japanischem Ahorn Acer Bloodgood

Vermeiden Sie jedoch einen Garten nur mit niedrigen Bodendeckern. Stellen Sie in die Mitte beispielsweise eine mehrstämmige Birke, einen immergrünen Strauch, einen Japanischen Ahorn (wächst langsam, daher wenig Pflege) oder eine Felsenbirne, die nahezu keine Anforderungen an Boden, Sonne oder Schatten stellt.

Pflegeleichte Beetpakete

Sie möchten einen pflegeleichten Garten, wissen aber nicht, wo Sie anfangen sollen? Beginnen Sie zunächst mit einem Beet. Dieses können Sie beispielsweise mit unserem pflegeleichten Beetpaket mit wunderschön blühenden Pflanzen füllen. Schauen Sie sich hier auch unsere fertigen pflegeleichten Beetpakete an oder legen Sie ein Präriebeet an, das wenig Pflege benötigt, denken Sie beispielsweise an ein fertiges Beetpaket Dries, Suus oder Willemijn. Auch das wintergrüne Paket Rijno ist sehr pflegeleicht.

Vervollständigen Sie Ihr neues Beet mit unserer Pflanzerde. Ist Ihr Garten oft lange nass? Dann erhöhen Sie Ihre Beete mit einer Schicht Beeteinfassungen (alte Ziegelsteine gehen auch) oder Beeteinfassungen aus Cortenstahl. 

Einfache Gartenpflanzen

Der Name sagt es schon, diese benötigen wenig bis keine Pflege und sind winterhart. Denken Sie an fast alle Ziergrasarten, aber auch an Stauden wie Fetthenne (Sedum), wintergrüne Vincas, Helleborus, (Rispen-)Spiersträucher, Garten-Geranien, Gelber und Roter Sonnenhut, Bergenie, Anemone, Schafgarbe (robuste Art), Brandkraut (auch ausgeblüht den ganzen Winter noch schön), Frauenmantel (an feuchtem Standort), Knöterich (Persicaria) und Katzenminze (trockener Standort). Ein wintergrüner Akzent durch Wolfsmilch, Steinkraut oder Lilientraube ist ebenfalls ratsam.

Monarda Beauty of Cobham mit Agastache 'Black Adder' dahinter<!--nl--><!--nl-->Phlomis <!--nl--><!--nl-->Taglilie 'Hemerocallis' gelb<!--nl--><!--nl-->Katzenminze 'Nepeta' am Rand

Gestalten Sie spielerische Gruppen mit Stauden und Gräsern. Haben Sie keine Angst, etwas falsch zu machen. Stellen Sie höhere Gruppen weiter nach hinten. Erstellen Sie bei Bedarf einen maßgeschneiderten Pflanzplan mit unserem kostenlosen Tool. Dort erhalten Sie einen Grundriss, wo Sie was platzieren müssen.

Baum oder Strauch verleiht Tiefe und Charakter

Machen Sie große Beete etwas spannender mit einem Strauch oder Baum. Denken Sie an langsam wachsende Bäume und Sträucher wie Skimmie (kleiner Strauch, nicht für Lehmboden), mehrstämmige Stein-Eiche (nicht zu nass!), Kork-Eiche (wunderschön), Sternmagnolie, Felsenbirne, Rot- oder Grünblättriger Perückenstrauch, Schneeball (wie der immergrüne Tinus oder japanische Arten) oder Japanischer Ahorn (im Schatten). Wählen Sie größere Bäume und Sträucher ab 1,50 Meter Höhe, diese sind weniger empfindlich als junge Varianten. 

Erwägen Sie auch Halbstammbäume in kleinen Beeten. Das sind kleine Bäume auf Stamm, die Sie nur einmal im Jahr in (Kugel-)Form schneiden müssen. Pflanzen Sie darunter niedrige Pflanzen, die nicht über den Stamm wachsen.

Das Einzige, worauf Sie beim Kauf von Gartenpflanzen achten sollten

Achten Sie immer darauf, dass die Bodenart zu Ihrer Situation passt (setzen Sie beispielsweise eine Pflanze, die sauren Boden bevorzugt, nicht auf Lehmboden) und stellen Sie eine Schattenpflanze nicht in die Sonne und umgekehrt. Das ist alles.

Lockern Sie Ihren Boden mit einer Grabegabel, damit das Wasser schneller abläuft

Haben Sie einen sehr nassen Bereich im Garten, legen Sie zuerst eine Drainage an und/oder machen Sie hier ein Hochbeet, damit die Pflanzen nicht lange klatschnass stehen. Eine erhöhte Beeteinfassung ist auch clever entlang einer Straße oder eines Bürgersteigs, wo Streusalz gestreut wird, dies mögen viele Pflanzen nicht.

  • Sonne: mehr als 6 Stunden Sonne pro Tag, meist nach Süden ausgerichtet
  • Schatten: weniger als 2 Stunden Sonne pro Tag, meist nach Norden oder unter einem Baum
  • Halbsonne: 2-6 Stunden Sonne pro Tag an einem normalen Sonnentag, meist Beet nach Westen oder Osten

Einen wirklich natürlichen Garten wachsen lassen, für diejenigen, die sich trauen!

Sie bevorzugen einen wilden Garten? Machen Sie an einem schönen Herbst- oder Wintertag einen Spaziergang durch die Natur und Sie werden sehen, dass Mutter Erde in unserem Klima von Natur aus überall Wälder schaffen möchte. Das geschieht in Phasen. Zuerst kommen kleine Pflanzen (was wir oft als Unkraut bezeichnen würden), dann kommen Sträucher und Büsche, und schließlich wachsen bestimmte Pflanzen zu Bäumen heran. Nach vielen Jahren ist ein Wald entstanden. Legen Sie im Voraus einige Baumstämme und Felsen aus, um die Artenvielfalt zu erhöhen.

Dieser Prozess findet auch in Ihrem Garten statt. Würden Sie Ihren Garten vernachlässigen und gar nichts tun, würde nach sehr langer Zeit ein Wald entstehen. Es beginnt mit Unkraut zwischen und grünem Belag auf den Fliesen. Danach entstehen ganz von selbst Sträucher, von denen einige sogar so stark sind, dass sie nach einigen Jahren die Fliesen etwas hoch- oder seitlich drücken, um sich Platz zu schaffen. Ehe man sich versieht, hat man einen Dschungel, zum Beispiel in einem Teil seines Hinterhofs. Sorgen Sie für einen schönen geschwungenen Pfad durch Ihren Naturgarten mit Trittplatten, Muschelpfaden (werden auch nie glatt!) oder französischem Rindenmulch. Lesen Sie hier mehr über einen Naturgarten und passende Pflanzen. 

Und nein, selbst das Auffüllen Ihres Gartens mit Beton, Fliesen oder Kies hilft nicht ausreichend. Die Natur findet letztendlich immer ihren Weg. 

Fazit

Egal wie alt Sie sind, entscheiden Sie sich niemals für einen reinen Fliesengarten! In diesem Blog haben Sie gelesen, wie Sie einen pflegeleichten Garten gestalten können, den Sie ohne Arbeit genießen können. Und denken Sie daran: Unkraut gibt es nicht.

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